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Zum 100. Geburtstag an Joseph Beuys, 12.5.2021 

Gedanken zu meiner Arbeit: Aufruf zur Alternative Hommage an Joseph Beuys:

Grundlage war der "Aufruf zur Alternative", eine lapidare Überschrift eines Textes, der ein Tag vor Weihnachten 1978 in der Frankfurter Rundschau erschien, vor beinahe 42 Jahren. Ich habe Konsumartikel des damaligen Neckarmann Kataloges ausgeschnitten und über die Blätter in Kreisform komponiert. An den Ecken sind Symbole von Edelmetallen abgebildet. Eine Liste von ausgestorbenen Tierarten im Jahr 1998 umrundet den Text.

Mein Verhältnis zu Beuys fing eigentlich damit an, dass ich 1977 die Documenta 6 in Kassel besuchte. Ich stand plötzlich vor seiner Honigpumpe, bzw. blickte hinab zu einem maschinenartigen Gebilde und ich war total fasziniert. Denn das Verstehen/Nichtverstehen dieser Arbeit war genau das was eine Grundvorraussetzung für moderne Kunst ist: sich öffnen für eine andere Perspektive. Bis dahin kannte ich keine Arbeit von ihm aber diese Arbeit überrumpelte mich förmlich. Ich wußte auf einmal wie wichtig Kunst sein kann und was für eine positive Magie es im Menschen entfachen kann.
Im Nachhinein kann ich sagen, dass 1977 es eine Art Erweckungserlebnis gewesen war und der Glaube an mein künstlerisches Wahrnehmen dadurch stetig wuchs.
Nach meinem Studium, ab 1987, lernte ich den Galeristen Wolfgang Püschel in Paderborn kennen, mit dem ich seither immer wieder lange Gespräche über die Kunst und vor allem über Beuys führte und führe. Er war umgeben von seinen Schriften, Lithografien und Objekten und gab mir dann 1998 den Auftrag, 25 Blätter seine als Seriegraphie aufgelegten Drucke, zu bearbeiten.
Das Sehen/Empfinden und das Denken als Einheit von Kunst wurde damals in mir angestoßen und dafür steht für mich dieser grossartige Künstler, Joseph Beuys. Seine Denk- und Arbeitsweise ist heute aktueller denn je.
In einigen meiner Bildserien finden sich Inhalte aus dem Anspruch an politisch/ökonomischen und ökologischen Fragen unserer Zeit. 

 

mehr infos und Bilder der Arbeit hier

 

»Jeder Mensch sollte Künstler seyn. Alles kann zur schönen Kunst werden«
Aus Novalis: Glauben, Liebe und Politische Aphorismen, 1798



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Vielen Dank für Ihr Interesse, es würde mich freuen wenn Ihnen meine Idee gefällt

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"Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch."

Friedrich Hölderlin